Nachlassplanung

So planen Sie Ihren Nachlass richtig

Eine Nachlassplanung soll die Wünsche eines Erblassers zu seiner Vermögensnachfolge optimal umsetzen.

Rechtsanwaltskanzlei in Salzburg
Sie benötigen rechtlichen Beistand bei einer Nachlassplanung?

Eine vorrausschauende Nachlassplanung verhindert mögliche Erbstreitigkeiten. Aufgrund veränderter Lebens- und Familienentwürfe sind auch die Anforderungen an die Nachlassplanung höher geworden. Ein erfahrener Rechtsanwalt für Erbrecht in Salzburg kann Sie zu den unterschiedlichen Möglichkeiten zur Regelung Ihres Nachlasses umfassend beraten. 

Letztwillige Verfügung

Hierbei sollen sowohl die gesetzliche Erbfolge, Pflichtteile, Rechte an Immobilien, eine evtl. Unternehmensnachfolge und andere Vollmachten geregelt werden. Soll eine Nachlassplanung anders gestaltet werden, als es die gesetzliche Erbfolge vorsieht, so kann ein Erblasser durch letztwillige Verfügungen eine abweichende Vermögensnachfolge bestimmen.

Jedoch sind für gesetzliche Erben hierbei immer die Pflichtteile zu berücksichtigen, die unabhängig von den individuellen Verfügungen berücksichtigt werden müssen. Dabei sind meist sowohl der Schutz des Ehepartners vor Pflichtteilsforderungen und evtl. Auseinandersetzungen bei Erbengemeinschaften zu beachten.

Neben der letztwilligen Verfügung kann auch durch Schenkungen zu Lebzeiten oder durch einen Ehevertrag bereits eine Vermögensnachfolge für den Todesfall gestaltet werden. Zusätzlich lassen sich letztwillige Verfügungen dann auch durch ein Testament oder einen Erbvertrag gestalten.

Grundsätzlich sollte man bei einer Nachlassplanung darauf achten, dass man eindeutige und auch rechtssichere Verfügungen trifft. Hierbei empfiehlt sich immer eine Beratung bei einem Rechtsanwalt für Erbrecht in Salzburg.

Testament

Das Testament ist eine letztwillige Verfügung des Erblassers und entspricht allein seinen persönlichen Wünschen zur Verteilung seines Vermögens nach seinem Tod. Grundsätzlich kann jeder ein Testament selbst erstellen in Österreich. Dabei können jedoch ohne eine Prüfung durch einen Anwalt (oder Notar) Formfehler entstehen, die ein Testament ungültig machen können.

In Österreich existiert keine Testamentspflicht. Allerdings tritt ohne eine eigene letztwillige Verfügung dann die gesetzliche Erbfolge in Kraft. Dabei erhalten dann gesetzliche Erben nur den gesetzlichen Teil am Erbe durch die Erbquote.

Ein Testament sollte immer an einem sicheren Ort aufbewahrt werden. Eine Registrierung beim Testamentsregister hilft dabei, den „letzten Willen“ zu dokumentieren.

Erbvertrag

Ein Erbvertrag ist im Gegensatz zum Testament immer ein zweiseitiges Rechtsgeschäft, das durch einen Erbvertrag Notar beglaubigt werden muss. Dabei werden beim Erbvertrag die beteiligten Erben frühzeitig eingebunden und bestätigen die Regelungen als Vertrag mit ihrer Unterschrift.

Ein gängiges Erbvertrag Beispiel ist die Übernehmensübergabe an die Nachkommen nach dem eigenen Ableben.

Schenkungen zu Lebzeiten

Ein Schenkungsvertrag zu Lebzeiten in Österreich entsteht dann, wenn eine geschenkte Sache wie einen Vermögensgegenstand oder ein Geldgeschenk, von einem Beschenkten angenommen wird. Den lebenden Schenker nennt man dabei Geschenkgeber. Bei einem Schenkungsvertrag bekommt der Geschenkgeber keine Gegenleistung für sein Geschenk.

Bei einer Schenkung zu Lebzeiten ist zu berücksichtigen, dass diese in einem späteren Erbfall zu Erbstreitigkeiten führen kann. Deshalb empfiehlt es sich immer, einen Schenkungsvertrag schriftlich abzuschließen.

Stiftung

Falls keine Verteilung des eigenen Vermögens an die Hinterbliebenen gewünscht ist, kann ein Erblasser auch eine Stiftung gründen. Hierfür kann es sowohl familiäre als auch steuerliche Gründe geben.

Oft sind hohe Erbschaftssteuern bei den Erben von Familienunternehmen ein Problem, das ein Unternehmen bei einer Erbschaft in ernste Liquiditätsprobleme bringen kann. Deshalb kann die Gründung einer Stiftung auch das Familienvermögen schützen. Ferner kann die Gründung einer Stiftung auch den Zweck haben, ein bestimmtes Familienmitglied vom Erbe auszuschließen.

Sie möchten ein Testament  erstellen lassen oder Ihren Nachlass regeln?  
Lassen Sie sich von einem spezialisierten Anwalt für Erbrecht in Salzburg beraten.
Er hilft Ihnen dabei das Testament rechtssicher und fehlerfrei aufzusetzen sowie Ihren Nachlass richtig zu planen.

Vermächtnis

Ein Vermächtnis bezeichnet einen bestimmten Geldbetrag, Vermögenswert oder Gegenstand, den ein Erblasser einer Person oder Körperschaft hinterlässt.

Dabei besteht beim Vermächtnis der Anspruch nur auf diese bestimmte Sache, zum Beispiel bestimmte Wertpapiere, eine Lebensversicherung etc.

Im Gegensatz zu einem Erben ist ein Vermächtnisnehmer nicht Gesamtrechtsnachfolger des Nachlasses und haftet grundsätzlich nicht für die Schulden des Erblassers.

Immobilien vererben

Immobilien vererben kann eine Herausforderung sein, da bei vorhanden sein von Ehepartner und Kindern alle Pflichtteilsberechtigte an einer Verlassenschaft sind und somit ggf. auch ausbezahlt werden müssen. Hierbei muss man sich unbedingt von einem erfahrenen Rechtsanwalt für Erbrecht in Salzburg beraten lassen.

Er kann im Einzelfall prüfen, wie ein Verkauf der Immobilie evtl. vermeiden werden kann und ob ggf. über Vorausvermächtnisse eine lebenslanges Wohnrecht für den Ehepartner verfügt werden kann.

Unternehmensnachfolge

Die gesetzliche Erbfolge wirkt sich regelmäßig nachteilig auf den Weiterbestand eines Unternehmens aus, insb. wenn mehrere Erben vorhanden sind. Erbteilungsansprüche und Erbstreitigkeiten können die wirtschaftliche Existenz eines Unternehmens gefährden.

Ein Unternehmertestament für die Unternehmensnachfolge oder auch ein Erbvertrag für die Unternehmensnachfolge sind die beste Lebensversicherung für ein Unternehmen. Lassen Sie sich hierzu unbedingt von einem spezialisierten Anwalt für Erbrecht in Salzburg beraten.

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